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Multi-Perspektivität in Modellierung und Simulation

Kolloqium 24.01.2008 bestanden

Das Gebiet der Modellierung und Simulation (M&S) handelt vom Bilden formal zu beschreibender Modelle von Systemen und dem Experimentieren mit den Modellen. Zur Unterstützung dieses Prozesses wurden verschiedene Formalismen (z.B. Petri-Netze), Programmiersprachen (z.B. Simula) und Laufzeitumgebungen (z.B. Dynasim) als Hilfsmittel entwickelt und eingesetzt.

Die Modellierung und Simulation komplexer Systeme setzt ein Verständnis der Vorgänge voraus. Auf den ersten Blick erscheint diese Aussage trivial, jedoch sind Modelle in einem Formalismus, wie z.B. Differentialgleichungen, nicht per se selbsterklärend. Die Abstraktheit einer Darstellung spielt dabei eine wichtige Rolle. Anschauliche Modelle sind leichter zu verstehen, können aber die komplexen Vorgänge nicht in jeder Situation adäquat abbilden. Unter anderem argumentieren Fishwick(2003) und van Amerongen et al. (1998), dass verschiedene Perspektiven auf ein und dasselbe Problem helfen, dessen Eigenschaften besser zu verstehen. Oftmals sind Personen aus verschiedenen Fachgebieten beteiligt, was die Perspektivenvielfalt erhöht, aber auch Probleme schafft. Die benutzte Sprache für die Darstellung eines Systems ist nicht die gleiche, sondern im Fachgebiet verankert. Erst wenn die verschiedenen Perspektiven zueinander in Bezug gesetzt werden, ergeben sich Brücken, die zu einem verbesserten Verständnis der Vorgänge führen.

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©2002-2007 Martin Faust (martin.faust@e56.de), Version February 07 2008 10:27:27
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